Samstag, Juni 24, 2017

Arthritis

Arthritis

Die Arthritis ist eine entzündliche Gelenkserkrankung, die zur Schädigung der Gelenke führen kann. Sie ist abzugrenzen von den degenerativen Veränderungen, der Arthrose. Während es sich bei Arthrosen um ein kaltes Geschehen, den Gelenkverschleiß, handelt, sind die Arthritiden durch Überwärmung, Schwellung und Rötung gekennzeichnet. Zudem zeigen sie einen Erguss. Nach der Anzahl der betroffenen Gelenke wird zwischen einer Monoarthritis (ein Gelenk erkrankt), einer Obligoarthritis (einige Gelenke) und einer Polyarthritis (viele Gelenke) unterschieden.

Diese Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben: Sowohl erbliche Faktoren, als auch erworbene Gelenkschäden oder Verletzungen können ein Rolle spielen. Aufgrund der Ursache erfolgt auch die Differenzierung dieser Gelenksentzündung: Die häufigsten Formen von Arthritis sind die akute bakterielle Arthritis und die rheumatoide Arthritis. Hiervon abzugrenzen, ist die aktivierte Arthrose, bei der es infolge mechanischer Überbelastung ebenfalls zu einer Gelenkentzündung kommt.
Bei einer bakteriellen Arthritis gelangen Keime in das Gelenk. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Gelenkempyem. Das Leitsymptom der bakteriellen Arthritis ist der Gelenkschmerz. In etwa 90 % der Fälle ist nur ein Gelenk befallen. Die häufigsten Lokalisationen sind Knie (50%) und Hüftgelenke (25%). In etwa 10 % sind Schulter-, Ellenbogen, Sprung- oder Handgelenk betroffen.
Von der bakteriellen Arthritis wird die Arthritis bei rheumatischen Erkrankungen, die postinfektiöse Arthritis und die Arthritis bei Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht) unterschieden. Diese entzündlichen Erkrankungen werden auch unter dem Begriff Osteoarthritis zusammengefasst

Was ist eine Arthritis ?

Jede Entzündung im Körper verläuft nach dem gleichen Muster: Bei einer Schädigung kommt es im betroffenen Gebiet zu einer Rötung und Erwärmung. Sie sind Signale einer gesteigerten Durchblutung. Mit dem Blut kommen auch vermehrt Zellen der Immunabwehr in den Bereich der Schädigung. Die auftretende Schwellung ist Zeichen eines Ödems, bei dem es zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Dadurch steigt auch der Druck auf die Nervenenden an. Deshalb treten in diesem Bereich Schmerzen auf. 
Dies trifft auch bei einer Gelenkschwellung zu: Die Blutgefäße in der Gelenkinnenhaut (Membrana Synovialis) erweitern sich und füllen sich mit Blut. Durch die Membranen der prall gefüllten Blutgefäße tritt Blutwasser in die Zellzwischenräume der Synovialis (Schleimhautschicht) aus, die daraufhin anschwillt. Von dort gelangt die Flüssigkeit in die Gelenkhöhle. In diesem Stadium wird sie zum Gelenkerguss, welcher reich an weißen Blutkörperchen und Gerinnungsstoffen ist. Diese werden infolge der Entzündungsprozesse mit dem Blut in das Entzündungsgebiet geschwemmt. Durch die Gerinnungsstoffe und die weißen Blutkörperchen bildet sich auf der Synovialis eine feine Schorfschicht, was eine Wucherung der Synovialis zur Folge hat. Aus arthroskopischer Sicht ähneln diese Gelenkschleimhautauswucherungen den Darmzotten. Sie erfüllen auch die gleiche Funktion: Sie bewirken eine Oberflächenvergrößerung, was einerseits zu einer vermehrten Resorption, andererseits aber auch zu einer verstärkten Sekretion von Synovia (Gelenkflüssigkeit) führt, die sich im Gelenk ansammelt. Die weißen Blutkörperchen lagern sich im Gelenk ab und locken ständig weitere Abwehrzellen an. So gehen die Entzündungsprozesse immer weiter. Die wuchernde Schleimhaut überwächst den Knorpel und zerstört ihn. Dieser Mechanismus zeigt, dass die Arthritis eine Erkrankung ist, die sich selbst weiter unterhält. Je nach Typ und Verlaufsform von der Arthritis kann es bis zur kompletten Entblößung der knöchernen Gelenkoberfläche reichen, dann reibt Knochen auf Knochen, was zu erheblichen Gelenkschmerzen führt.

Was löst eine Arthritis aus ?

Bei der rheumatoiden Arthritis reagiert die Synovialis auf diese feine Schorfschicht mit der Bildung von schnell wuchernden Zellverbänden. Diese gehen auch auf den Knorpelüberzug des Gelenks über und fressen sich in den Knorpel hinein. Sie greifen außerdem die Zellen des Knochens an, der an den Knorpelrändern am Ansatz der Gelenkkapsel frei liegt. Zwar sterben diese Zellwucherungen wieder ab, doch ein kleiner Teil bleibt übrig, wandelt sich in Faserzellen um und bilden eine Schicht, die auf dem zerstörten Knorpel liegt. Diese Faserschicht wird Pannus genannt.

Der Pannus überdeckt größere Bereiche des Gelenkknorpels, so dass dieser nicht mehr von Synovia ernährt werden kann. Der Knorpel hungert. Die weißen Blutkörperchen versuchen, die abgestorbenen Gewebsteile aufzulösen. Dabei setzen sie aggressive Verdauungsstoffe, Zytokine, frei, die den Knorpel noch weiter schädigen. Die Zytokine bewirken auch eine Anregung von knochenabbauenden Zellen, den Osteoklasten. So wird auch die Knochensubstanz angegriffen. Am Ende steht ein mehr oder weniger zerstörtes Gelenk. Auch die Sehnen, Bänder und Schleimbeutel können betroffen sein.
Bei der bakteriellen (infektiösen) Arthritis gelangen Keime entweder durch Verletzungen, die den Gelenkinnenraum eröffnen, oder auf dem Blutweg (hämatogen) in das Gelenk. Eine der häufigsten Ursachen des direkten Keimeintritts sind neben Verletzungen, Operationen oder Injektionen in ein Gelenk, bei welchen Bakterien eingeschleppt werden.
Der häufigste Erreger der infektiösen Arthritis ist der Staphylococcus aureus, bei der Hälfte der Patienten, in etwa 25% Staphylococcus epidermidis und Streptokokken. Auch Viren können Arthritiden verursachen. Die häufigsten Erreger sind das Rötelnvirus, das Mumpsvirus und das Hepatitis -B-Virus.

Behandlungsmethoden:

  • Shiatsu
  • Shiatsu – Osteopathische Behandlungen
  • Shiatsu – Chiropraktische Behandlungen
  • Shiatsu – Fußreflexzonenmassage
  • Schröpfen
  • Moxa
  • Gua Sha
  • Triggerpunkt – Behandlung
  • Energetisch Therapeutische Massagen
  • Laser – Ohrakupunktur
  • Laser -  Akupunktur
  • Laser - Behandlung

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