Donnerstag, August 24, 2017

Gua Sha

Gua Sha ist eine wirkungsvolle Technik, bei der die geölte Haut unter Druck eines Deckels, mit abgerundeten Rand, geschabt wird. Sie wird im gesamten Nacken - und Rückenbereich, sowie an Gelenken ausgeführt.

Die Wirkung von Gua Sha

Ziel ist es stagnierende Körpersäfte, wie Blut, Lymphe und (Zwischen) Zellflüssigkeit, die sich an Haut -, Binde - und Muskelgewebe ablagern, wieder "in Fluss" zu bringen.

Hierdurch werden Schmerzen vermindert, bzw. eliminiert, überschüssige Stoffwechselprodukte abtransportiert und die Zellversorgung optimiert. Das in den Körpersäften zuvor festgehaltene Qi (eine feine Form von Energie, die in unseren Meridianen, dem Energiesystem unseres Körpers zirkuliert), kann durch das entstaute Gewebe wieder frei fließen und steht der Genesung zur Verfügung.Die gleichzeitige Stimulation von Akupunkturpunkten, den sogenannten Organpunkten, beidseits der Wirbelsäule, setzt zusätzliche Heilreize bei Inneren Erkrankungen.

Gua Sha bewährt sich besonders bei allen Formen der Allergie, Infekten, Migräne und schmerzhaftem muskulären Hartspann.

Bei ersten Anzeichen einer Störung kann Gua Sha eine Erkrankung abwehren. Als vorbeugende Maßnahme verdient diese Methode einen hohen Stellenwert.

Gua Sha wirkt, obwohl nur an der "Oberfläche", an der äußersten Hautschicht angesetzt, bis auf Organebene, sehr tiefgehend.

Gua Sha Nebeneffekte

GUA bedeutet Schaben (mit dem Deckel) als Tätigkeit und mit SHA ist das äußere, sichtbare Zeichen von gestautem QI und der Körpersäfte, gemeint.

Dies zeigt sich in meist schmerzlos (!) erworbenen, aber erwünschten Hautrötungen/Blutungen unter der Haut (klein-oder auch großflächig), während deren Auflösung, innerhalb weniger Tage (zwei bis vier), die Besserung der Störung stetig spürbar wird. Die Haut bleibt während der Behandlung intakt, d.h. es entstehen weder Wunden noch offene Abschürfungen.

Nach Gua Sha sollte der behandelte Körperbereich vor extremer Sonnen-, Kälte- und Windexposition durch Abdecken mit ausreichender Bekleidung oder Schal geschützt werden. Schwere körperliche Arbeit sollte bis zum Abblassen der Hautrötung vermieden werden. Gua Sha sollte nicht angewendet werden auf bestehendem Sonnenbrand, Hautausschlägen und Hautrissen. Pickel und erhabene Leberflecken werden mit der Hand des Therapeuten abgedeckt. Gua Sha gehört traditionsgemäß in China zur Volksmedizin.

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